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Mistaken for Muslim

`Mistaken for Muslim´ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit antimuslimischem Rassismus in den USA von Anida Yoeu Ali . Ali bringt die Mittel von Video, Sound und Spoken Words zusammen um politisch einzugreifen.

`Mistaken for Muslim´ ist Teil des Projekts 1700% Project.

The 1700% Project is conceived as a collaborative project utilizing art as intervention. Specifically, the 1700% Project strategically intervenes against the racial profiling and rise of violence and hate directed at Muslims in a post 9/11 era. The project challenges monolithic stereotypes of a “Muslim” identity while acknowledging the significance of historical persecution.The number 1700% refers to the exponential percentage increase of hate crimes against Arabs, Muslims and those perceived to be Arab or Muslim since the events of September 11, 2001. [Hintergrund von 1700% Project]

Heiraten ist so schwul… [that´s gay]

Ein Beitrag zur Homo-Ehe. Bei der aktuellen Debatte ums Heiraten in den USA [1, 2]aktueller ist denn je:

Großartig!

Bilder und Reflektionen der frühen LGBT-Bewegung [USA|1969-1971]

Steven F. Dansky, Kenner und Protagonist der frühen LGBT-Bewegung in den USA erzählt anhand von Fotografen und deren Fotografien über die bewegte Zeit in den USA direkt nach Stonewall. Sein visuell untermalter Vortrag zeigt teils bis heute wenig bekannte  Aufnahmen welche den Aufbruch in eine neue Zeit für LGBTs dokumentieren: Fotos der ersten CSDs, von der Gay Liberation Front, von radikalen Lesben und Transsexuellen, Demos, Aktionen, der ersten Transgenderpolitgruppe und nicht zuletzt eine (nicht immer) ganz fesche Mode. All das gespickt mit Geschichten und Einblicken aus erster Hand. Ein wunderbares Zeugnis der Zeit und zudem sehr charmant präsentiert.

Vorgestellt werden Fotografien von: David Aiken, Tom Ashe, Diana Davies, Michael Evans, David Fenton, Tom Finley, Robert Giard, Peter Hujar, John Lauritsen, Fred Mc Darrah, Carl Miller, Ellen Shumsky, Rich Wandel, David Wojinarowcz, Garry Winogrand und Steven F. Dansky selbst.

Ein Film von Ken Lamug.

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Hier die Homepage von Steven F. Dansky und das Buch zum Vortrag `On bearing witness´.

| la réclame | Stonewall was a riot!

Der Stonewall-Aufstand in New York (Juni 1969) war Auslöser für die Entstehung der modernen Lesben- und Schwulenbewegung.

Judy Garland war bis in die späten 60er Jahre hinein das Idol der New Yorker Schwulen- und Transen-Szene. Die Trauer um den fünf Tage zuvor in einer öffentlichen Toilette verstorbenen Filmstar, dem das Leben übel mitgespielt hatte, schlug am 28. Juni 1969 anläßlich einer Polizei-Razzia gegen die Stonewall-Bar in einen Aufstand um, der alles veränderte. Er wurde zum Auslöser für eine neue militante Bewegung, die sich mit dem Namen “Gay Liberation” schmückte. Innerhalb kurzer Zeit breitete sie sich von ihrem Zentrum New York weltweit aus.

[Aus: Somewhere over the rainbow, Georg Klauda, Gigi Nr.2, 1999]

Die (Nicht-)Preisverleihung auf dem Berliner CSD an Judith Butler einerseits, der Film über den Weather Underground andererseits haben mich wieder einmal motiviert einen Blick in die Geschichte der Bewegung von LGBTs zu werfen.

Einen der besten Texte den ich dazu gefunden habe möchte ich Euch zur Lektüre empfehlen:

Obiges Zitat ist der Beginn einer fünfteiligen Textreihe `Stonewall was a riot´ von  Georg Klauda in der Gigi: Es geht um Stonewall, seine Vorläufer und was dieser Riot im Endeffekt ausgelöst hat. Die Texte sind schon etwas älter, von 1999, aber bei geschichtlichen Themen ist das ja meist nicht ganz so relevant.

Wer sich also ebenfalls mit der Thematik beschäftigen möchte dem sei das  Special  nahegelegt.

Und weil alles irgendwie immer da aufhört wo es angefangen hat, hier für Euch die wunderbare Judy Garland:

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Zur Gigi- Zeitschrift für sexuelle Emanzipation: Die Zeitung wurde 2010 eingestellt, und obwohl nicht immer unumstritten, lohnt auf jeden Fall ein Blick in deren Archiv.

Georg Klauda: Von ihm erschien das Buch `Die Vertreibung aus dem Serail. Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt´im Männerschwarm Verlag. Das wiederum habe ich selbst nicht gelesen, kann aber die Thesen, die ich aus einem Vortrag daraus kenne, nicht immer teilen. Das  dürfte allerdings hier nicht wirklich verwundern…Ich fand einige Aspekte darin trotzdem extremst spannend.

A Tribute to the Gay Liberation Front!

Danke Stereo Total!

|must see| The Weather Underground: Bring the war home!

`The Weather Underground´ ist ein Dokumentarfilm über die gleichnamige linke US-amerikanische Gruppe. Der Weather Underground, beeinflusst durch die Black Panther und weltweite Befreiungsbewegungen, beließ es nicht beim bloßen Protest: Die Gruppe sagte  den USA den Kampf an und hielten US-amerikanische Behörden mit Bombenanschlägen die kompletten 1970er Jahre hindurch auf Trab. Der Film sammelt zeitgeschichtliche Dokumente und interviewt einige  Protagonist*innen dieser Bewegung. Die Macher des Films: Sam Green und Bill Siegel.

`The Weather Underground´ gewann beim Chicago Underground Film Festival den Publikumspreis und war 2004 sogar für einen Oscar nominiert in der Abteilung `Best Documentary Feature´.

Technische Daten: 2002, 90/95 Minuten, Sprache Englisch. [->]

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Der Weather Underground ging hervor aus dem US-amerikanischen SDS  (Students for a Democratic Society). Der SDS, gegründet Anfang der 1960er, war, ähnlich wie das deutsche Pendant, die Organisation linker  Student*innen.In den Anfängen war der SDS stark beeinflusst von der gewaltfreien Civil Rights Bewegung. Später wurde der SDS ein Teil dessen was unter dem Namen `Neue Linke´ in die Geschichte eingehen wird. 1969 führt die Radikalisierung zur Spaltung und schlussendlich zur Auflösung des SDS:

1969 erschien das Flugblatt You don’t need a weatherman im amerikanischen Studentenbund SDS. Die Herausgeber dieses Flugblatts erklärten sich solidarisch mit den Kämpfern des Vietcong und der Black Panther und stellten die weißen Arbeiter in den USA als rassistisch und unrevolutionär dar.

Der Name Weathermen stammt aus dem Bob-Dylan-Song Subterranean Homesick Blues, worin es heißt: „You don’t need a weatherman to know which way the wind blows“, „Du brauchst keinen Wetteransager um zu wissen, woher der Wind weht“.

Der anschließende Streit im SDS endete mit der Abspaltung der dann Weathermen genannten Fraktion, die sich selbst als eine „revolutionäre Organisation kommunistischer Männer und Frauen“ verstand. [Wiki zum  Weather Underground]

Die Organsiation hatte Gruppen in diversesten Städten der USA, betrieb Basisarbeit in Agitation, ging heraus aus den Universitäten in Arbeiter*innenviertel, wo die Gruppen in Kommunen lebten.

Nach einer im Oktober 1969 von den Weathermen in Chicago organisierten Demonstration („Days of Rage“) gegen den Vietnamkrieg, die in heftigen Straßenschlachten mit der Polizei sowie einem Toten endete, erklärten sie 1970 dem Staatsapparat den Krieg und gingen in den Untergrund. Auslöser dafür war die Erschießung des Vorsitzenden der Black Panther in der Sektion von Illinois, Fred Hampton, durch die Polizei. Dies führte in den folgenden Jahren zu einer Serie von Bombenanschlägen auf staatliche, vor allem auf militärische und polizeiliche Einrichtungen, bei denen allerdings nie Personen getötet wurden. [wiki]

Zu den spektakulärsten Aktionen gehören die Bomben auf  das U.S.Capitol und die Befreiung Timothy Learys aus dem Gefängnis.

Die Dokumentation über den Weather Underground gibt spannende Einblicke:  Einerseits in die Geschichte der (militanten) Linken in den USA, aber auch über die neuere Geschichte des Landes selber und wie der Staat auf die Bewegungen reagierte.

Es gibt einige grossartige Szenen in dem Film. Zum Beispiel Timothy Leary, nach seiner Befreiung, mit leicht verdrogtem Blick und dem smartesten Lächeln: “We wanna tell the people in the United States the Third World War has begun. Join us in the fight for freedom because we are everywhere and we`re happy, we`re free and we wanna make the world free!”

Oder das Statement der Schwester Bernardine Dohrns, eines Mitglieds des Weather Underground, befragt zu den Aktivitäten der Gruppe: `We think they`re great!´

Wie gesagt: Müsst Ihr gesehen haben!

Ich habe hier erst den Trailer gepostet und im Anschluss den Film selbst.

Zum Weiterlesen sei das Buch von Ron Jacobs empfohlen: Woher der Wind weht. Eine Geschichte des Weather Underground.  idverlag, Berlin 1999 [->]

Und Bill Ayers: `Flüchtige Tage – Erinnerungen aus dem Weather Underground´ erschien just die Tage im Ventilverlag, danke an me für den Tipp. Aber wie toll oder nicht das Buch ist, müsst Ihr selbst herausfinden…


Nachschlag: Gerade gesehen, dass Subprole den Film kürzlichst auch schon gepostet hatte…Ziemlich netter Blog eigentlich, vorbeigucken lohnt auf jeden Fall.

queer in hip hop*3: trailer `pic up the mic` and deadlee

in meinem post `straight in hip hop: no homo`wurde ja auch die doku `pic up the mic` erwähnt. gerade über einen trailer dazu gestolpert, den ich natürlich niemandem vorenthalten möchte. der trailer lässt erahnen was hip hop noch alles sein kann. hintenan gleich noch ein (etwas älteres) cnn-interview mit deadlee (ich meine aus san fransisco). deadlee entspricht in seinem äußeren erstmal eher dem “gangsta-rapper”, das scheint auch eher sein background zu sein, aber etwas anders codiert und denn doch reflektierter als die masse. viel spass damit:

der ganze themenkomplex scheint sich unerwarteter weise doch noch ein wenig länger durch diesen blog zu ziehen…mal sehen wohin die reise geht!