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Gegen die Israel-Lobby!?

Dabei ist die Israel- Lobby in den USA und auch in Deutschland der Faktor, der auch uns als nicht direkt betroffene Menschen motivieren muss. Durch jene Lobby stützten wir Deutschen militärisch und diplomatisch die Unterdrückung eines ganzen Volkes (Anm: die Palästinenser). Um das zu ändern ist es höchste Zeit den zionistischen Lobbyismus (Zentralrat der Juden in Deutschland, AIPAC in den USA) als einen oberflächlichen Diskreditierungsarm zu entlarven, der die Verbrechen des Staates Israel deckt und relativiert. Uns fordert ein Befreiungsnationalismus, der inter-national solidarisch ist, auf dagegen zu protestieren!

Der `Terminus´ der `Israel-Lobby´ scheint aktuell  auch in Teilen der Linken sehr hip zu sein. Mich beschleicht immer ein ungutes Gefühl wenn ich diesen Begriff höre, warum bloss?

Ach ja: Das Zitat stammt übrigens aus dem Artikel `Antizionistisches Wetterleuchten´ der JN, der (Berufs-)Jugendabteilung der NPD, Juni 2010…Aber in/an der Volksfront fallen ein paar rechte GenossInnen ja auch nicht auf und im Kampf gegen Israel schon gar nicht.

Die Verlinkung zu dem JN-Text habe ich mir jetzt gespart…

|shorties|

*** Begriffe von Gewicht: Online bei Radio Island verfügbar ist ein Mitschnitt der Veranstaltung “Begriffe von Gewicht. Patriarchat und heteronormative Matrix.” vom Antifaschistischen Frauenblock Leipzig (AFBL) und der  Phase 2. Die Veranstaltung war Teil des Begleitprogramms des Festivals Amplify! gender.text & tanz in Leipzig im Juni 2007:

In dieser Veranstaltung werden die Begriffe Patriachat und heteronoramtive Matrix und ihre jeweiligen Konzepte von feministischer Gesellschaftskritik einführend besprochen und in die Diskussion eingebracht. »Patriarchat« gilt in manchen Kreisen als altbacken, verstaubt und dem Oldschool-Feminismus zugehörig. Dagegen kommt »heteronormative Matrix« für andere als abstrakter und unzugänglicher Szenejargon daher, der sich in queeren Zusammenhängen zwar großer Beliebtheit erfreut, für die Außenwelt, die Judith Butler nicht gelesen hat, aber eine leere Worthülse bleibt. [Radio Island]

Die beiden Referentinnen bringen die Begriffe `strukturelles Patriarchat` und `heteronormative Matrix` wirklich gut und verständlich auf den Punkt, deshalb sei dieser Mitschnitt zur Einführung empfohlen. Die beiden Erklärungskonzepte werden ja teilweise gegeneinander gesetzt, wobei ich eher da hin tendiere eben mit beiden  Konzepten zu arbeiten, weil sie sich nicht komplett ausschliessen. Super Vortrag, ich bin schwer begeistert!

Alternativ sei der Text `Im Verhältnis. Eine Begriffsdiskussion zu heteronormativer Matrix und Patriarchat` vom AFBL empfohlen.

***15 Thesen zu Feminismus und Postgender:

1. Der wichtigste Punkt rund um das Thema „Gender“ hat nichts mit Frauen zu tun, sondern ist die Kritik an der Sich-zur-Normsetzung des Männlichen. Frauen kommen allerdings insofern ins Spiel, als Feministinnen die ersten waren, die dieses Sich-zur-Norm-Setzen des Männlichen hinterfragt haben.

These 1 von 15 zu Feminismus und Postgender von Antje Schrupp mit defenetiv spannenden Ansätzen, die anderen 14 Thesen gibt es hier und das ganze auf Englisch bei discipline and anarchy: `Fifteen Theses Concerning Feminism and Post-gender`. Vielen Dank an S. für den Hinweis!

*** Entschädigung von NS-Opfern:

Sofortige Entschädigung aller griechischen Opfer des Nazismus!

Am 10. Juni 1944 verübte eine deutsche SS-Einheit das Massaker an den Dorfbewohnern von Distomo – eines der grausamsten Massaker an der Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkriegs. Nach einem Angriff von Partisanen im nahe gelegenen Stiri, rückte das SS-Panzer-Grenadier Regiment 7 gegen 17.30 Uhr in Distomo ein. Im Zuge der sogenannten Sühnemaßnahme ging die SS mit äußerster Brutalität vor.

[Jüdische Allgemeine Online vom 20-6-10]

Der oben zitierte Artikel `Venus über Distomo` von Nina Schulz beschäftigt sich mit immer noch aktuellen Forderungen und gerichtliche Prozesse um Entschädigung der Opfer von Distomo in Griechenland und Italien, denn:

Fast 70 Jahre nach dem SS-Massaker im griechischen Distomo haben die Opfer noch keine Entschädigung erhalten. Die Täter sind nie angeklagt oder verurteilt worden. [Venus über Distomo]

Shame on you, Germany!

mehr dazu außerdem bei: Keine Ruhe den NS-Tätern! und AK Distomo

***Deutscher Antiimperialismus, die Islamische Republik Iran und Israel:

Sprechbeitrag von „Cosmoproletarian Solidarity“ auf der Solidaritätsdemonstration für die Revoltierenden im Iran am 19. Juni in Dresden, inklusive einer Abrechnung mit meinen antiimperialistischen Freund_innen der Jungen Welt:

Doch als im Juni des verflossenen Jahres Massen an Menschen den regressiven Antiimperialismus der Islamischen Republik und ihrer Apologeten zu blamieren drohte, sorgte sich die „junge Welt“ inniger als je zuvor um die Reputation einer Staatlichkeit, deren Praxis der Tugendterrorismus ist und für deren Heilsideologie – „The World without Zionism“ – die antisemitische Internationale sich begeistert. Die revoltierenden Massen von bis zu drei Millionen Menschen allein in Teheran denunzierte Werner Pirker unbeirrt als „asoziale Revolution“ und konstatierte beleidigt „die konterrevolutionäre Revanche an der Islamischen Revolution als Emanzipationsprozeß der Volksklassen“ („jW“, 20.06.09).

[Aus dem Redebeitrag von Cosmoproletarian Solidarity]

wtf!

`martyrdom or reaching gaza!`- Die Friedensflotte und die (nicht unerwarteten) Reaktionen

Wie der Militäreinsatz des IDF  zu bewerten ist, ist eine Sache.

Die andere Seite: die politischen Interessen der “Friedensflotte”:

zur Erläuterung:

*Khaibar-1 (arabisch ‏خيبر-١‎ Chaibar-1, DMG Ḫaibar-1) ist eine Artillerierakete, die von der Hisbollah-Miliz im Libanonkrieg 2006 verwendet wurde // wiki)

*martyrdom -> der Märtyrertod, das Märtyrertum

Die Reaktionen darauf erwartet unerwartet: Für deutsche Linke anscheinend kein Problem, der Feind mal wieder Israel.

Der außenpolitische Sprecher der Linkspartei Hans Linde sagte in einer schriftlichen Erklärung: „Israels Regierung schreibt sich mit Blut in die Geschichtsbücher ein als eines der schlimmsten Verbrechersysteme.“ (taz.de 31.5.10)

Erste Demonstrationen*1  lassen ebenfalls nichts Gutes erahnen,  Stimmung einer Manifestation in Istanbul:

…haben sich die ersten Demonstranten auf dem zentralen Taksim-Platz eingefunden. Sie schwenken palästinensische Flaggen, tragen grüne Bänder um den Kopf und Transparente, auf denen “Verflucht sei Israel!” zu lesen ist, “Israelische Piraten” und “Wir sind alle Palästinenser”. “Hoch lebe die internationale Intifada” ruft ein Mann und ein Chor antwortet ihm “Allahu akbar”, “Gott ist größer”. Dass die Hilfsorganisation IHH, die zu den Protesten aufgerufen hat, angeblich der radikalen Muslimbruderschaft nahestehen soll, macht sich hier bemerkbar: Es sind überwiegend religiöse Demonstranten, die den Platz füllen. Auch vor dem israelischen Generalkonsulat im Istanbuler Stadtteil Levent ist die Stimmung aufgeheizt. Hunderte Demonstranten versuchen in das Gebäude einzudringen, sie rufen “Tod Israel” und werden mit Wasserwerfern von der Polizei in Schach gehalten. (Spiegel online, 31.5.10)

Es soll hier nicht darum gehen, jede Kritik an Israel in die Nähe des Antisemitismus zu rücken, aber genau so wenig sollte sich eine Linke vereinnahmen lassen von antiemanzipatorischen Gruppen im Namen der “Humanität” und schon gar nicht sollte eine Linke anfangen die Hamas-Regierung zu unterstützen.  Meiner Meinung nach ist die Sorge, dass neue Proteste in eine anti-israelische Hetze kippen durchaus berechtigt. Das darf nicht passieren!

*** mehr dazu in der blogwelt: bei gestrandet, schwarze feder, dissonanz . und aktuell hinzu  die  Artikel `Israel-Kritik: Wenn NPD-Positionen nicht auffallen` auf npd-blog.infoFree Gaza from Hamas bei cosmoproletarian solidarity (dem lieblingsblogger der b5 ;-)) und auf mein blog.

*** Das Bild stammt aus der (online) junge welt vom 1.6.10. Das Foto samt Bildunterschrift werden in dem Artikel (welcher von dem Bild illustriert wird) gar nicht weiter kommentiert… junge welt so gar nicht unverblümt.

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Nachtrag! Fussnoten: *1 erste Eindrücke mit Demobildern auf stern.de und auf indymedia [demo berlin]