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Theoretische Schnittmengen aller Spinner dieser Welt?

Right, Israelhass und Antisemitismus.

Hier seht Ihr Mitglieder der Westboro Baptist Church. Diese Gruppe demonstriert wie auf dem Photo gerne vor Synagogen, wünscht sich mehr tote amerikanische Soldaten und hat Internet-Adressen mit sympathischen Namen wie godhatefags.com. Das Grauen…

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bei Rhizom gibt es auch noch Video zu theoretischen Glanzleistungen amerikanischer Baptisten ->

Photo: k763, thx.



USA im Krieg! Evangelikale erste Opfer der schwulen Nazis!

Dies ist ein kleiner Nachtrag zu meinem Posting über Janelle Hallman-Burlson, welche u.a. im Dienste der Offensive Junger Christen (OJC) und dem Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) unterwegs ist in Fragen der `Heilung´ weiblicher Homosexualität. Ein weiterer Theoretiker im Umfeld des DIJG: Paul E. Rondeau. Er ist  Vize-Präsident der Organisation `Alliance for Marriage´ in Washington D.C..

Hier Auszüge seiner Analysen zur US-amerikanischen Homobewegung:

Adolf Hitler wusste um die reinigende Kraft, die mit der Fähigkeit einhergeht, die eigenen Übel einem Sündenbock aufzuladen. Besonders `heilsam´ ist es, Gebrechen aus dem eigenen Selbst heraus zu verlagern weil man dann `einen externen Feind bekämpfen kann [und nicht den] Feind im eigenen Innern bekämpfen muss.´ Im Hitler-Deutschland wurden die Menschen durch Einsatz des öffentlich Diskurses dazu gebracht, schreckliche Taten zur Lösung eines jüdischen Problems zu begehen, das gar nicht existierte. Heute werden homophobe und heterosexistische Zeitgenossen als das Problem dargestellt. Eine Gesetzgebung zur Verfolgung von`Haßverbrechen´ sowie eine Gesetzgebung, die Gay Rights im Gesetz verankert […] wird als Lösung propagiert. [ `Wie Homosexualität in den USA vermarktet wird´ von Paul E. Rondeau]

Wie konnte es soweit kommen?

Unter den Kulturkriegen, die Amerika zur Zeit erlebt, betrifft eine der wichtigsten Auseinandersetzungen eine Problematik , die – je nach Standpunkt – als eine `Normalisierung der Homosexualität´ oder als `akzeptieren, daß es Schwulsein gibt´ bezeichnet wird. Die Debatte ist in der Tat ein `Krieg´ um sozio-ethisch-moralische Deutungskonzepte, ein Krieg, der weit über die Fragen der Wissenschaft und des Rechts hinausreicht, auch wenn `Recht´ und `Wissenschaft´ in der Regel als wichtigste Waffen eingesetzt werden. Die Munition für die Waffen ist die Persuasion (Beeinflussung). [ `Wie Homosexualität in den USA vermarktet wird´ von Paul E. Rondeau]

Ohoh, meint der Mann das ernst? Na ja Nazivergleiche kommen ja immer ganz gut, aber diese Perfidität, äh sorry Persuasion, der Homos lässt natürlich die Frage aufkommen, ob die nicht eher Teil der jüdischen Verschwörung sein könnten. Oder beides? Schwule, jüdische Nazis? Aber nein, die Homophoben sind ja schon die neuen `Juden´…Alles nicht so einfach, aber zum Glück gibt es Leute wie Rondeau die uns das alles erklären können.

Aber so oder so: Da haben die Evangelikalen den `Krieg´ wohl verloren, zumindest in den USA!

[Homosexualität und Religion] Lesbisch? Das muss doch nicht sein!

So, die Logik vieler evangelikaler und einiger christlicher Gruppen. In ihren Reihen genießen sogenannte `Umdreher_innen von Homosexuellen ´ großes Ansehen. Eine dieser `Heiler_innen´ ist Janelle Hallman-Burlson, Therapeutin aus Denver. Sie ist `seit etwa zehn Jahren auf die Begleitung von Frauen, die ihre Homosexualität konflikthaft erleben, spezialisiert´.Tätig ist sie am evangelikalen Denver Seminary.  Zudem Rednerin auf zahlreichen Tagungen und Autorin des  Buches `The Heart of Female Same-Sex Attraction´.

In Deutschland wurde Hallman-Burlson  vom Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) zu Veranstaltungen geladen. Das Institut ist Teil der Gemeinschaft Offensive Junger Christen (OJC).

Speziell das DIJG widmet sich den Fragen der Homosexualität und der `Hilfe für Homosexuelle´:

Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) setzt sich für homosexuell oder bisexuell empfindende Männer und Frauen ein, die ihre homosexuellen Impulse als unvereinbar mit ihren Wünschen, Überzeugungen und Lebenszielen ansehen. Diese Menschen sind heute eine fast vergessene Minderheit. Sie suchen therapeutische oder seelsorgerliche Wege, die zu einer Abnahme ihrer homosexuellen Impulse und zur Entwicklung ihres heterosexuellen Potentials führen können.

Das DIJG respektiert die Würde, Autonomie und den freien Willen eines jeden Menschen. Homosexuell empfindende Menschen haben das Recht, eine homosexuelle Identität anzunehmen; sie haben aber ebenso das Recht, einen Weg der Veränderung zu gehen mit dem Ziel der Abnahme ihrer homosexuellen Impulse. Das Recht, eine Therapie mit dem Ziel der Abnahme homosexueller Impulse einzugehen, sollte unveräußerliches Recht sein; es gehört zur Selbstbestimmung und Freiheit eines jeden Menschen. [Aus der Selbstbeschreibung des DIJG]

Der Header der Internetpräsenz des Instituts lässt keine Unklarheiten aufkommen: `Homosexualität verstehen – Chancen zur Veränderung´. Auf Einladung des DIJG referierte Hallman-Burlson im Juni 2010 auf einer internationalen Therapeut_innentagung zum Thema `Weibliche Identitätsverletzung und Homosexualität´. Laut Tagungsbericht nahmen 50 Therapeut_innen aus mindestens 7 Ländern an diesem Seminar in Nordhessen teil.

(By the way, der größte Skandal:  Nebenprojekte des OJC werden von der Bundesregierung gefördert, z.B. `Missionstätigkeiten´ in Afrika. Quelle: wiki zu OJC, s.Punkt Finanzierung)

Die Theorien und Therapien weiblicher Homosexualität nach Hallman-Burlson

Schon die Ursachen weiblicher Homosexualität liegen nach Hallman-Burlson entweder bei psychischen Störung und / oder  Problemen in Kindheit und Jugend:

1. Eine angespannte, distanzierte oder fehlende Bindung an die Mutter ohne verfügbaren Mutterersatz führt zu einem ungestillten Bedürfnis nach Bindung.
2. Das Erleben von sexuellem Mißbrauch oder anderen seelischen Traumata – meist durch einen Mann führt zu Angst vor Männern / Haß auf Männer.
3. Wenige oder keine Mädchenfreundschaften führt zu einem ungestillten, übermäßigen Bedürfnis nach Angenommensein und Zugehörigkeit.

4. Das Gefühl einer inneren Leere und eines inneren Entwicklungsstillstandes anstelle einer ganzheitlichen weiblichen Identität führt zu einem ungestillten Bedürfnis nach eigener, weiblicher Identität und danach, endlich ein Gefühl für das eigene weibliche Selbst zu bekommen. [Aus: Weibliche Homosexualität -Ursachen und Symptome, Janelle Hallman-Burleson]

Demnach liegt für sie eine psychische Störung der weiblichen Homosexualität zu Grunde. Wo die sexuelle Orientierung schon auf einer`gestörten Psyche und Problemen´ beruht, kann `natürlich´ auch in ihrer Logik keine `gesunde´ Beziehungen daraus erwachsen. Zusammen gefasst kann nach ihr weibliche Homosexualität definiert werden als eine Zusammensetzung aus:

1. Beziehungsproblem […] 2. Identitätsproblem […] 3. Geistliches Problem […]

[Weibliche Homosexualität -Ursachen und Symptome, Janelle Hallman-Burleson]

An genau diesen Punkten setzt dann die `Therapie´ an :

Das erste Ziel der Therapie ist es, Vertrauen aufzubauen. Viele Klientinnen erfahren dabei vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben Vertrauen. Erst dann kann die Klientin die tiefe innere Entwicklungsarbeit leisten[…] Weibliche Homosexualität wird von einem komplexen System einer verzerrten, negativen und selbstablehnenden Vorstellungswelt genährt. Diese Vorstellungswelt muß erneuert werden. […]Wenn die Therapeutin Annahme, Bestätigung und Zuwendung zeigt, kann die Klientin anfangen, sich zu entfalten und zu entwickeln. Wenn die Therapeutin ein echtes Zuhause anbietet, kann die Klientin ruhen und „werden“.

[Aus: Weibliche Homosexualität -Diagnostik und Therapieansatz. Janelle Hallman-Burleson]

Was mit `werden´ gemeint ist dürfte unschwer zu erraten sein:  heterosexuell.

Ey-Gay-Bewegung und Kritik

Janelle Hallman-Burleson und das DIJG können als Teil der sogenannten Ex-Gay-Bewegung betrachtet  werden. Ex-Gay-Gruppen  sind meist Evangelikale und diese wollen Homosexuelle `heilen´. Diese Bewegung wird von vielen Therapeut_innen, Betroffenen und LGBT-Gruppen hart kritisiert:

Nach Ansicht von Armin Traute, Hauptgeschäftsführer des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen, verstoßen reparative Therapien gegen die ethischen Richtlinien seines Verbandes, spezifisch gegen die gebotene „Achtung der Würde und Integrität des Individuums,“ den „Schutz der Rechte der beruflich anvertrauten Personen“ sowie die Sorgfaltspflicht heilkundlich tätiger Psychologen. [wiki zu Sexuelle Orientierung]

Selbst die deutsche Bundesregierung lehnt Therapien zur `Heilung´ von Homosexualität ab:

Homosexualität bedarf weder einer Therapie noch ist Homosexualität einer Therapie zugänglich…Die vor allem in den 60er und 70er Jahren häufig angebotenen so genannten `Konversions´- oder `Reparations´-Therapien, die auf eine Änderung von gleichgeschlechtlichem Sexualverhalten oder der homosexuellen Orientierung abzielten, werden heute in der Fachwelt weitgehend abgelehnt. Dies gründet sich auf die Ergebnisse neuerer wissenschaftlicher Untersuchungen, nach denen bei der Mehrzahl der so therapierten Personen negative und schädliche Effekte (z.B. Ängste, soziale Isolation, Depression bis hin zu Suizidität) auftraten und die versprochenen Aussichten auf `Heilung´ enttäuscht wurden [Aus: Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. wiki zur Ex-Gay-Bewegung]

Betroffene bestätigen diese Aussagen:

Einige Teilnehmer berichten von Veränderung ihrer Sexualität, doch diese Äußerungen sind äußerst kritisch zu sehen. Jeremy Marks, 14 Jahre lang einer der Wortführer der christlichen Ex-Gay-Bewegung in Großbritannien, hat seine Ansichten über die „Heilbarkeit“ von Homosexualität revidiert. Marks hat geäußert, dass er niemals in der Lage gewesen sei, seine sexuelle Orientierung oder die Orientierung anderer Menschen zu verändern. „Keiner der Menschen, die ich betreut habe, hat seine sexuelle Orientierung geändert, egal wie viel Mühe und Gebete er auch investiert hat“. Der ehrliche Weg bringe einen größeren Nutzen. [wiki zur Ex-Gay-Bewegung]

Nicht ohne Grund gibt es zum Beispiel in den USA viele Ex-Ex-Gay-Gruppen oder Ex-Gay-Watch, welche aktiv gegen die christlichen Umerziehungsprogramme vorgehen oder deren Praktiken dokumentieren.

Ich denke, dass Homophobie der eigentliche Grund ist für Menschen sich an Ex-Gay-Gruppen zu wenden und zwar in der Hoffnung in dieser Gesellschaft nicht mehr anzuecken. Es kann nie eine Lösung sein die sexuelle Orientierung von Menschen umzupolen! Stattdessen müssen Strukturen geschaffen werden, welche  LGBTs  in ihren Problemen unterstützen und homophobe Verhältnisse angehen.

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Mehr: Janelle Hallman-Burlesons Homepage.

Gegeninitiativen:  Mission Aufklärung und  ExGay-Observer.

Sehr zu empfehlen auch die Komödie „Weil ich ein Mädchen bin“ („But I’m a Cheerleader“).

| la revue |

*** »Ein Schein von Alltag.« Artikel in der Jüdischen Allgemeinen zu der Ausstellung von Bildern  jüdischer Fotografen aus dem Ghetto Lodz 1940-1944 in der Berliner Topographie des Terrors.

*** Ebenfalls mit der Fotografie im NS beschäftigt sich die Ausstellung`Es ist so schön Soldat zu sein!´. Die Ausstellung (bis Ende August in Frankfurt/Main, danach in Jena) und den Katalog bespricht Matthias Reichelt auf shoa.de. Es geht einmal mehr um die Frage inwieweit die Wehrmacht in Naziverbrechen verstrickt war und das kollektive Gedächtnis der Deutschen in Bezug auf ihren so `sauberen Krieg´. All das dokumentiert anhand von Schnappschüssen deutscher Wehrmachtssoldaten aus dem Zweiten Weltkrieg.

*** »Porajmos«: Der NS-Massenmord an den Roma und Sinti  und antiziganistische Ideologie. Text von Johannes Hartwig in der Antifazeitung Lotta.

***»Gottgewollte Werteordnung? Christlicher Fundamentalismus in Deutschland.« Angelika Margraf und Tanja Herrmann geben einen Überblick, ebenfalls in der Lotta.

***»Das Gespenst der Zionismus«. Klaus Hillenbrandt rechnet in der taz mit dem Antizionismus ab.

***Wenn Ihr mich sucht, ich bin in der Umsonstabteilung von outhiphop.com verschollen, omG!

Homosexualität in Uganda: Eine Sünde?

1. Die Bibel, der Koran und andere heilige Lehren behandeln Homosexualität als einen Sünde. Beide, die Bibel und der Koran sind kategorisch in der Ablehnung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen (Buch Levitikus, Kapitel 18 `Sexuelle Vorschriften´ ; Sure Ash’shura 26:165-166). Homosexuelle Akte sind gegen das göttliche Gesetz und können unter keinen Umständen anerkannt werden.

2. Dafür verdammt das IRCU Homosexualität als eine unerwünscht Sünde die nicht erlaubt werden sollte in unserer Gesellschaft.

Auszug aus einer Erklärung des IRC Uganda  zum anti-gay-bill und zu Homosexualität im Allgemeinen [ aus newsvision uganda, dort gibt es auch die komplette Erklärung zu lesen]

Das  IRCU ist ein Zusammenschluss  aller einflussreichen Kirchen und Glaubensgruppen Ugandas: die römisch-katholische Kirche, der höchste Rat der Muslims, die Kirche Ugandas, die orthodoxe Kirche und die Siebenten-Tags-AdventisInnen. Diese gemeinsame Initiative hat sich zum Ziel gesetzt religiöse Institutionen zusammenzubringen und gemeinsame Anliegen zu formulieren.

Für Homosexuelle / LGBT´s in Uganda  eine  klare Bedrohung:  Alle religiösen Gruppen des Landes  ideologisch vereint im  Kampf gegen Schwule und Lesben.  Hinzu kommt, dass Kirchen, besonders christliche,  in Uganda großen Einfluss haben.

Losgetreten wurde der Kampf gegen Schwule und Lesben von US-amerikanischen Evangelikalen. Deren ideologische Schulungen fielen bei ihren GlaubensgenossInnen in Uganda auf fruchtbaren Boden. Jene fundamentalen ChristInnen versuchen seit 2009 eine Verschärfung der Anti-Homosexuellen-Gesetze durchzusetzen.

Schon jetzt steht Homosexualität in Uganda unter Strafe:

Laut §145a des ugandischen Strafgesetzbuches können sexuelle Akte, die „gegen die Natur verstoßen“, mit einer Geldstrafe oder einer bis zu 14-jährigen Haft bestraft werden. Dieser Paragraph wird oft angewandt um homosexuelle Männer einzuschüchtern, zu verfolgen und zu inhaftieren. Auch lesbische Frauen sind verstärkt der Verfolgung ausgesetzt. Aktuell gibt es, nach Information von Sexual Minorities Uganda (SMUG), acht Fälle, die aufgrund dieses Paragraphen vor Gericht verhandelt werden. Immer wieder werden zudem Medienkampagnen gestartet, die gegen Homosexuelle hetzen und Zwangsoutings vollführen. Unterstützt werden solche Kampagnen oft von religiösen Führern oder Politikern. [zeit.de, 14-12-2009]

Ein neuer Gesetzentwurf der von evangelikalen Gruppen über Verbündete im Parlament eingebracht wurde sah für “schwere” Homosexualität lebenslange Haft bis Todesstrafe vor. Nach Interventionen aus dem Ausland wurden die schlimmsten Planungen abgemildert auf 14Jahre Zuchthaus. Selbst das abgeschwächte Gesetz würde LGBT´s in eine unerträgliche Lage bringen. Die Alternativen für sie wären: Homosexualität nicht oder nur versteckt ausleben oder das Land verlassen.

Wie konnte es soweit kommen?

„US-Präsident Barack Obama hatte sich in die Höhle des Löwen gewagt, um in ungewöhnlich scharfer Form den Gesetzentwurf eines fremden Staates zu kritisieren. “Abscheulich” sei die vom Parlament von Uganda erwogene Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle, sagte Obama vor den 3500 Gästen des National Prayer Breakfast. Das alljährlich am ersten Donnerstag im Februar stattfindende Nationale Gebetsfrühstück ist so etwas wie die Jahreshauptversammlung der konservativen evangelikalen Christen in den USA.

Politisch ohnehin nicht gerade ein Heimspiel für Barack Obama, blickte man in diesem Jahr besonders gespannt auf die traditionelle Rede des US-Präsidenten: Wie würde er auf die Enthüllung von US-Medien reagieren, dass aus dem Umfeld der evangelikalen Dachorganisation, die zum Frühstück geladen hatte, in Uganda Stimmung gegen Schwule und Lesben gemacht wird? Aus ugandischer Innenpolitik war ein internationaler Skandal geworden.

In welchem Umfang religiöse Gruppen aus den USA ihren Kampf gegen die Homosexualität nach Afrika exportieren, untersucht eine jüngst veröffentlichte Studie der Bostoner Forschungseinrichtung Political Research Associates. Demnach gelang es konservativen Evangelikalen, zumeist Methodisten, Episkopale oder Presbyterianer, mit Netzwerken und viel Geld zahlreiche prominente afrikanische Pastoren und Bischöfe für eine Kampagne gegen Schwule, Lesben und Transsexuelle zu gewinnen. [Deutsche Welle, 30-04-10]

Und weiter zur Verbindung amerikanischer und ugandischer Evangelikaler und deren Einflussnahme auf die Politik:

Das ugandische Family Life Network etwa hat erst im März [Anm.: 2009) eine Anti-Schwulen-Konferenz organisiert, bei der mehrere Amerikaner als Vertreter von homophoben US-Organisationen stundenlang gegen Homosexuelle wetterten. Vieles von dem, was sich in dem Gesetzentwurf wiederfindet, wurde auf dieser Veranstaltung ausgesprochen. “Schwule rekrutieren Nachwuchs in Schulen” ist eine der Botschaften, die das Family Life Network verbreitet. Eine andere lautet: “Die Homo-Maschinerie übernimmt ein Land nach dem anderen. Das fängt an mit der Legalisierung von homosexuellen Praktiken und Ehen”. Nach der Konferenz wurden erfolgreich Tausende Unterschriften für das Anti-Homosexualitäts-Gesetz gesammelt, berichtet der Guardian.

Das Family Life Network ist nur eine von zahlreichen evangelikalen Gruppen, die in Uganda ihr Weltbild verbreiten und dafür Hilfe aus den USA erhalten. Als besonders einflussreich gilt das evangelikale US-Netzwerk The Fellowship, genannt die Family, die zahlreiche einflussreiche Politiker aus Washington zu ihren Mitgliedern zählt. In den USA ist die Family vor allem für einen religiösen Kongress in Washington bekannt, bei dem alljährlich auch der jeweils amtierende US-Präsident spricht.

International agiert die Family aber lieber jenseits des Scheinwerferlichts. Mit stiller Diplomatie wollen die Mitglieder ihre Variante des Christentums weltweit stärken. Jeff Sharlet bezeichnet diese Variante als “Fundamentalismus”. Sharlet hat das Standardwerk zur “Family” geschrieben und zusammen mit US-Medien wie dem Nachrichtensender MSNBC und dem Time-Magazin in den vergangenen Tagen die Verbindungen der ugandischen Schwulenhasser nach Washington aufgedeckt.

Die Family pumpt demnach Millionen von Dollar nach Uganda, unter anderem in das Africa Leadership Forum, dessen Chef ein gewisser David Bahati ist. Bahati ist zugleich Abgeordneter der Regierungspartei – und hat in dieser Funktion das Anti-Homosexualitäts-Gesetz im ugandischen Parlament eingebracht. Bahati weiß einflussreiche Mitglieder der evangelikalen Kirchen in Uganda hinter sich. Viele dieser Pastoren erhalten Förderung aus den USA. Bahati soll laut MSNBC im Februar beim Religionskongress der Family in Washington zu Gast sein. Zur Erinnerung: Das ist die Veranstaltung, bei der traditionell der US-Präsident spricht. Barack Obama könnte also demnächst vor einem religiösen Fanatiker reden, der in seinem Heimatland die Todesstrafe für Minderheiten durchsetzen will.

….

Die Liste der prominenten Mitglieder des ugandischen Zweigs der Family ist aber noch länger. “Zur Family gehören sowohl Ethik-Minister Butoro als auch Ugandas Staatspräsident Yoweri Museveni”, sagt Buchautor Sharlet. [zeit.de, 14-12-2009]

Laut dem Blogger gay uganda ist die aktuelle Situation ist die aktuelle Situation etwas ruhiger, aber unsicher. Der Gesetzentwurf steht in seiner “entschärften” Version zur Abstimmung aus. Die homophobe Stimmung im Lande ist schlimm. Für Aktivist_innen gibt es in Uganda kaum Spielräume, deshalb ist es wichtig die LGBT-Bewegung von außen weiterhin zu unterstützen:

And that when people outside the country protest against this homophobia, the protest are heard. It is a fact that the LGBT in the country cannot do much protesting. They cannot write letters or demonstrate, or even complain much about the law. But the protests from the EU and from the US are heard. So, please do keep up the protests. That will help us. [aus einem persönlichem mailverkehr mit gay uganda]

Mehr: SMUG! – the official website of Sexual Minorities Uganda oder bei gay uganda – Issues Concerning Gay, Lesbian, Transgender, Bisexual and other Sexual Minorities in Uganda and Africa-. 

Gesetze zur Homosexualität (weltweit) und Homosexualität in Uganda bei wiki, die Doku `missionaries of hate´ auf jeden Fall sehenswert.

Das Photo kommt von ehoyer, thx.


Homosexualität in Uganda: missionaries of hate [current tv]

Hier ein Film von current tv zu meinem post `Homosexualität in Uganda: Eine Sünde?´. Der Film zeigt sehr gut die internationalen Verbindungen / Ambitionen der Evangelikalen auf, aber auch wie dramatisch und bedrohlich die Situation in Uganda für LGBT´s ist.

***Der Film ist nicht mehr auf youtube, kann aber in 6 Teilen auf current tv gesehen werden:

Part 1|2|3|4|5|6

queer in hip hop*9: gay bash |Mélange Lavonne |

In letzter Zeit streife ich immer den Themenkomplex `Fundamentales Christentum`, besonders mit der Schnittstelle Homophobie.  Und über die `InYourFace`-Videoreihe dazu  Mélange Lavonne`s track `gay bash´ gefunden.
Mélange Lavonne setzt sich in dem Video und dem Song damit auseinander, wie unvereinbar für sie Christsein und Homophobie sind.

Listen, you ain’t a Christian you go and preach hate

you call yourself a church together you congregate then

turn around and point the finger discriminate

then spit in my face condemn me for being gay

[aus: gay bash]

Die Geschichte des Vidoes über einen jungen  Schwulen der Opfer eines Hatecrime wurde ist fiktional, könnte aber eine von vielen  sein:

In USA und einigen anderen Ländern der Welt scheint das Problem des fundamentalen Christentum / der evangelikalen Bewegung wirklich arg zu sein: Kampagnen gegen Schwule und Lesben, Kampf gegen Abtreibungskliniken und für die Familie sind dort kein Randphänomen.  Evangelikale  schaffen es wirklich in Diskurse massivst zu intervenieren. In Deutschland haben  eben diese Gruppen auch sehr starken Zulauf, da dürfen wir gespannt sein wie sich das weiter entwickelt. Ich vermute mal nicht zum Guten.

Zurück zu Mélange Lavonne:

Geboren 1978, lebt in Californien, sie ist offen lesbisch.  Ihr erstes Album `the movement´ erschien 2008 und nach eigenen Angaben ist sie verheiratet mit Hip Hop.  Seitdem sie 12 Jahre ist lebt sie mit Krebs, ihre Waffen im Kampf gegen die Krankheit: Musik und Basketball.  Ihre Themen: Homophobie, Rassismus, aber auch der Kampf von Queers im Hip Hop gegen den homophoben Mainstream. Zweimal war sie unterwegs in den USA mit der Homorevolution Tour: `the first LGBT hip-hop tour.

***Mélange Lavonne auf myspace. Bei `after ellen´ gibt es noch einen etwas längeren Artikel über die Hip Hopperin.

***Zum Komplex Evangelikale: Fundamentale Christen in Deuschland [gruppe gr*i*p], Artikel `Evangelikanismus´ auf wiki