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Es gibt keine Polizeigewalt! #2

Stell Dir vor Du wirst von den Cops vermöbelt, das nicht zu knapp, Du erstattest Anzeige und verurteilt werden nicht die prügelnden ‘Gesetzeshüter’, nein weil Polizeigewalt gibt es in diesem Staat ja nicht, sondern Du. Das ebenfalls nicht zu knapp, nur ganz nebenbei wir sprechen hier von 100 Tagessätzen. Damit bist Du vorbestraft. Als wäre der Horror damit nicht schon perfekt, legt neben Dir auch noch die Staatsanwaltschaft Berufung ein weil das Strafmaß ganz klar zu gering sei.
Joke? Nein, Realität für eine queere Aktivist_in aus Bremen. Der Übergriff der Cops geschah so im Zuge eines Kiss-Inns 2008 während der Proteste gegen das Christival in der Hansestadt,  jenes homophobe und sexistische Treffen von Fundamentalchrist_innen.
So weit, so schlecht, im April starten nun die weiteren Prozesse gegen eben jene Aktivist_in und es gibt Befürchtungen dass das Urteil in diesem Falle nicht milder ausfallen wird…
Menschen die dazu weiter sich informieren oder aktiv werden wollen: Alles wichtige findet Ihr hier.
In diesem Sinne halten wir es mit Team Dresh: Hate the Cristian Right!

Love Feminism Not Fundamentalism [1000 Kreuze in die Spree!]

Rund 200 fanatische und feministische Gegendemonstranten versuchten, die friedliche Veranstaltung durch Trillerpfeifen und hasserfüllte skandierte Sprüche gegen Christen und die Demokratie zu stören. Sie wurden von der Berliner Polizei durch ein großes Aufgebot daran gehindert, den Schweigemarsch, an dem auch viele Familien mit ihren Kindern teilnahmen, zu behindern. Allerdings entwendeten die Gegner des Lebens zahlreiche Kreuze und entehrten sie auf verschiedene Weise. Die Wasserschutzpolizei konnte 44 weiße Kreuze aus der Spree fischen. Ein Kreuz war gewaltvoll zerstört worden.  [PiscatorTV]

Das hört sich doch alles ganz gut an und sieht auch ziemlich gut aus, wie dieses Video über den Marsch für das Leben aus fundamentalchristlicher Sicht zeigt:

Ein glatter Punktsieg für die `fanatischen und feministischen Gegendemonstranten´!

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Mehr:  Bei Feindbild des Tages gibt es noch mehr Videos vom Tag gestern… Nie, nie, nie wieder Keuschheit!

Bilder gibt es hier 1|2.

burn a koran day.

Nein, das ist keine atheistische Aktion gegen Religionen. Am `burn a koran day´ gehen fundamentale Christ*innen vom Dove World Outreach Center in den USA nun in die Offensive gegen den Islam. Der 11.September wurde zum Stichtag auserkoren im Kampf gegen alle Muslime dieser Welt, denn `Der Islam ist böse´. Irre? Auf jeden Fall. Reaktionen werden wohl nicht ausbleiben…
More: stern.de

[Homosexualität und Religion] Lesbisch? Das muss doch nicht sein!

So, die Logik vieler evangelikaler und einiger christlicher Gruppen. In ihren Reihen genießen sogenannte `Umdreher_innen von Homosexuellen ´ großes Ansehen. Eine dieser `Heiler_innen´ ist Janelle Hallman-Burlson, Therapeutin aus Denver. Sie ist `seit etwa zehn Jahren auf die Begleitung von Frauen, die ihre Homosexualität konflikthaft erleben, spezialisiert´.Tätig ist sie am evangelikalen Denver Seminary.  Zudem Rednerin auf zahlreichen Tagungen und Autorin des  Buches `The Heart of Female Same-Sex Attraction´.

In Deutschland wurde Hallman-Burlson  vom Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) zu Veranstaltungen geladen. Das Institut ist Teil der Gemeinschaft Offensive Junger Christen (OJC).

Speziell das DIJG widmet sich den Fragen der Homosexualität und der `Hilfe für Homosexuelle´:

Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) setzt sich für homosexuell oder bisexuell empfindende Männer und Frauen ein, die ihre homosexuellen Impulse als unvereinbar mit ihren Wünschen, Überzeugungen und Lebenszielen ansehen. Diese Menschen sind heute eine fast vergessene Minderheit. Sie suchen therapeutische oder seelsorgerliche Wege, die zu einer Abnahme ihrer homosexuellen Impulse und zur Entwicklung ihres heterosexuellen Potentials führen können.

Das DIJG respektiert die Würde, Autonomie und den freien Willen eines jeden Menschen. Homosexuell empfindende Menschen haben das Recht, eine homosexuelle Identität anzunehmen; sie haben aber ebenso das Recht, einen Weg der Veränderung zu gehen mit dem Ziel der Abnahme ihrer homosexuellen Impulse. Das Recht, eine Therapie mit dem Ziel der Abnahme homosexueller Impulse einzugehen, sollte unveräußerliches Recht sein; es gehört zur Selbstbestimmung und Freiheit eines jeden Menschen. [Aus der Selbstbeschreibung des DIJG]

Der Header der Internetpräsenz des Instituts lässt keine Unklarheiten aufkommen: `Homosexualität verstehen – Chancen zur Veränderung´. Auf Einladung des DIJG referierte Hallman-Burlson im Juni 2010 auf einer internationalen Therapeut_innentagung zum Thema `Weibliche Identitätsverletzung und Homosexualität´. Laut Tagungsbericht nahmen 50 Therapeut_innen aus mindestens 7 Ländern an diesem Seminar in Nordhessen teil.

(By the way, der größte Skandal:  Nebenprojekte des OJC werden von der Bundesregierung gefördert, z.B. `Missionstätigkeiten´ in Afrika. Quelle: wiki zu OJC, s.Punkt Finanzierung)

Die Theorien und Therapien weiblicher Homosexualität nach Hallman-Burlson

Schon die Ursachen weiblicher Homosexualität liegen nach Hallman-Burlson entweder bei psychischen Störung und / oder  Problemen in Kindheit und Jugend:

1. Eine angespannte, distanzierte oder fehlende Bindung an die Mutter ohne verfügbaren Mutterersatz führt zu einem ungestillten Bedürfnis nach Bindung.
2. Das Erleben von sexuellem Mißbrauch oder anderen seelischen Traumata – meist durch einen Mann führt zu Angst vor Männern / Haß auf Männer.
3. Wenige oder keine Mädchenfreundschaften führt zu einem ungestillten, übermäßigen Bedürfnis nach Angenommensein und Zugehörigkeit.

4. Das Gefühl einer inneren Leere und eines inneren Entwicklungsstillstandes anstelle einer ganzheitlichen weiblichen Identität führt zu einem ungestillten Bedürfnis nach eigener, weiblicher Identität und danach, endlich ein Gefühl für das eigene weibliche Selbst zu bekommen. [Aus: Weibliche Homosexualität -Ursachen und Symptome, Janelle Hallman-Burleson]

Demnach liegt für sie eine psychische Störung der weiblichen Homosexualität zu Grunde. Wo die sexuelle Orientierung schon auf einer`gestörten Psyche und Problemen´ beruht, kann `natürlich´ auch in ihrer Logik keine `gesunde´ Beziehungen daraus erwachsen. Zusammen gefasst kann nach ihr weibliche Homosexualität definiert werden als eine Zusammensetzung aus:

1. Beziehungsproblem […] 2. Identitätsproblem […] 3. Geistliches Problem […]

[Weibliche Homosexualität -Ursachen und Symptome, Janelle Hallman-Burleson]

An genau diesen Punkten setzt dann die `Therapie´ an :

Das erste Ziel der Therapie ist es, Vertrauen aufzubauen. Viele Klientinnen erfahren dabei vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben Vertrauen. Erst dann kann die Klientin die tiefe innere Entwicklungsarbeit leisten[…] Weibliche Homosexualität wird von einem komplexen System einer verzerrten, negativen und selbstablehnenden Vorstellungswelt genährt. Diese Vorstellungswelt muß erneuert werden. […]Wenn die Therapeutin Annahme, Bestätigung und Zuwendung zeigt, kann die Klientin anfangen, sich zu entfalten und zu entwickeln. Wenn die Therapeutin ein echtes Zuhause anbietet, kann die Klientin ruhen und „werden“.

[Aus: Weibliche Homosexualität -Diagnostik und Therapieansatz. Janelle Hallman-Burleson]

Was mit `werden´ gemeint ist dürfte unschwer zu erraten sein:  heterosexuell.

Ey-Gay-Bewegung und Kritik

Janelle Hallman-Burleson und das DIJG können als Teil der sogenannten Ex-Gay-Bewegung betrachtet  werden. Ex-Gay-Gruppen  sind meist Evangelikale und diese wollen Homosexuelle `heilen´. Diese Bewegung wird von vielen Therapeut_innen, Betroffenen und LGBT-Gruppen hart kritisiert:

Nach Ansicht von Armin Traute, Hauptgeschäftsführer des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen, verstoßen reparative Therapien gegen die ethischen Richtlinien seines Verbandes, spezifisch gegen die gebotene „Achtung der Würde und Integrität des Individuums,“ den „Schutz der Rechte der beruflich anvertrauten Personen“ sowie die Sorgfaltspflicht heilkundlich tätiger Psychologen. [wiki zu Sexuelle Orientierung]

Selbst die deutsche Bundesregierung lehnt Therapien zur `Heilung´ von Homosexualität ab:

Homosexualität bedarf weder einer Therapie noch ist Homosexualität einer Therapie zugänglich…Die vor allem in den 60er und 70er Jahren häufig angebotenen so genannten `Konversions´- oder `Reparations´-Therapien, die auf eine Änderung von gleichgeschlechtlichem Sexualverhalten oder der homosexuellen Orientierung abzielten, werden heute in der Fachwelt weitgehend abgelehnt. Dies gründet sich auf die Ergebnisse neuerer wissenschaftlicher Untersuchungen, nach denen bei der Mehrzahl der so therapierten Personen negative und schädliche Effekte (z.B. Ängste, soziale Isolation, Depression bis hin zu Suizidität) auftraten und die versprochenen Aussichten auf `Heilung´ enttäuscht wurden [Aus: Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. wiki zur Ex-Gay-Bewegung]

Betroffene bestätigen diese Aussagen:

Einige Teilnehmer berichten von Veränderung ihrer Sexualität, doch diese Äußerungen sind äußerst kritisch zu sehen. Jeremy Marks, 14 Jahre lang einer der Wortführer der christlichen Ex-Gay-Bewegung in Großbritannien, hat seine Ansichten über die „Heilbarkeit“ von Homosexualität revidiert. Marks hat geäußert, dass er niemals in der Lage gewesen sei, seine sexuelle Orientierung oder die Orientierung anderer Menschen zu verändern. „Keiner der Menschen, die ich betreut habe, hat seine sexuelle Orientierung geändert, egal wie viel Mühe und Gebete er auch investiert hat“. Der ehrliche Weg bringe einen größeren Nutzen. [wiki zur Ex-Gay-Bewegung]

Nicht ohne Grund gibt es zum Beispiel in den USA viele Ex-Ex-Gay-Gruppen oder Ex-Gay-Watch, welche aktiv gegen die christlichen Umerziehungsprogramme vorgehen oder deren Praktiken dokumentieren.

Ich denke, dass Homophobie der eigentliche Grund ist für Menschen sich an Ex-Gay-Gruppen zu wenden und zwar in der Hoffnung in dieser Gesellschaft nicht mehr anzuecken. Es kann nie eine Lösung sein die sexuelle Orientierung von Menschen umzupolen! Stattdessen müssen Strukturen geschaffen werden, welche  LGBTs  in ihren Problemen unterstützen und homophobe Verhältnisse angehen.

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Mehr: Janelle Hallman-Burlesons Homepage.

Gegeninitiativen:  Mission Aufklärung und  ExGay-Observer.

Sehr zu empfehlen auch die Komödie „Weil ich ein Mädchen bin“ („But I’m a Cheerleader“).

| shorties |

***Wer Positionen wie das anti-imperialistische Zentrum B5 in Hamburg bezieht, muss sich über Diskussionsangebote der NPD nicht wirklich wundern…Ein wenig Schadenfreude kann ich mir da leider nicht verkneifen.  Die SoL fand es gar nicht witzig:

Dieses “Gesprächsangebot” ist reine Provokation und soll dazu dienen weitere Angriffsflächen auf die B5 zu bieten. [SoL Hamburg]

Jaja, das Leben eine große Verschwörung und alle zusammen gegen die B5.

***Alle Roma bleiben hier! Demonstration gegen die Massenabschiebungen von Bremer Roma in den Kosovo. Bremen, 21.August, 14h, Hauptbahnhof. [->]

***Mission Aufklärung, Netzwerk gegen religiös begründete Diskriminierung: Das  Internetprojekt des LSVD beschäftigt sich mit der Thematik von `Umpolung´ lesbischer und schwuler Menschen durch christliche Fundamentalist*innen.

Die Homepage des bundesweit organisierten Netzwerkes „Mission Aufklärung“ versammelt Informationen, Argumente und benennt Akteurinnen und Akteure der sogeannten „Umpolungsszene”. Außerdem berichten wir über die bisherigen Aktionen und Proteste und leisten Hilfe für von „Umpolungstherapien“ Betroffene. Die Webseite dokumentiert zudem Gutachten sowie Stellungnahmen der Bundesregierung und bietet Zugang zu wissenschaftlich fundierten Texten. [Mission Aufklärung]

Vorbeischauen lohnt, via Ex-Gay-Observer. Mehr zu Evangelikalen? Hier entlang ->.

| la revue |

*** »Ein Schein von Alltag.« Artikel in der Jüdischen Allgemeinen zu der Ausstellung von Bildern  jüdischer Fotografen aus dem Ghetto Lodz 1940-1944 in der Berliner Topographie des Terrors.

*** Ebenfalls mit der Fotografie im NS beschäftigt sich die Ausstellung`Es ist so schön Soldat zu sein!´. Die Ausstellung (bis Ende August in Frankfurt/Main, danach in Jena) und den Katalog bespricht Matthias Reichelt auf shoa.de. Es geht einmal mehr um die Frage inwieweit die Wehrmacht in Naziverbrechen verstrickt war und das kollektive Gedächtnis der Deutschen in Bezug auf ihren so `sauberen Krieg´. All das dokumentiert anhand von Schnappschüssen deutscher Wehrmachtssoldaten aus dem Zweiten Weltkrieg.

*** »Porajmos«: Der NS-Massenmord an den Roma und Sinti  und antiziganistische Ideologie. Text von Johannes Hartwig in der Antifazeitung Lotta.

***»Gottgewollte Werteordnung? Christlicher Fundamentalismus in Deutschland.« Angelika Margraf und Tanja Herrmann geben einen Überblick, ebenfalls in der Lotta.

***»Das Gespenst der Zionismus«. Klaus Hillenbrandt rechnet in der taz mit dem Antizionismus ab.

***Wenn Ihr mich sucht, ich bin in der Umsonstabteilung von outhiphop.com verschollen, omG!