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`Israel boykottieren´? Der Antisemitismus von ganz links in bester deutscher Tradition.

Die Israel-Boykott-Aktion [1| 2| 3] des Bremer Friedensforums und des AK SüdNord am 11.März 2011 scheint langsam größere Kreise zu ziehen. Nun hat sich die Deutsch-Israelische-Gesellschaft zu Wort gemeldet, die Erklärung sei hier dokumentiert:

Robbe: „Boykott-Aufruf ist dumm und gefährlich“ DIG-Präsident unterstellt Bremer Initiative antisemitische Motive
Berlin. Nachdem das „Bremer Friedensforum“ zu einem Boykott israelischer Produkte aufrief, hat der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe, diese Initiative scharf verurteilt. Gleichzeitig forderte Robbe die Entscheidungsträger in Politik, Kirche und Gesellschaft auf, sich ebenfalls in aller Deutlichkeit für eine Rücknahme des Boykott-Aufrufes einzusetzen. Der Boykott-Aufruf des „Bremer Friedensforums“ sei in gleicher Weise dumm und gefährlich, betonte der DIG-Präsident in einer Stellungnahme. Dumm deshalb, weil die Begründung des Boykott-Aufrufes, nämlich „die Besetzung des palästinensischen Westjordanlandes“ und der daraus angeblich abzuleitende „menschenrechtswidrige Export von israelischen Produkten aus den besetzten Gebieten“ sei an den Haaren herbeigezogen und geradezu abenteuerlich. Der Export von Waren aus den palästinensischen Autonomiegebieten, insbesondere die Ausfuhr von Südfrüchten, sichere dort viele Arbeitsplätze. Diese würden durch den Boykott akut gefährdet.
Was jedoch wesentlich schwerer wiege, sei die Tatsache, so der DIG-Präsident weiter – dass mit diesem Boykott-Aufruf primitive antisemitische Gefühle in Deutschland bedient würden. Der Aufruf erinnere in erschreckender Weise an die Nazi-Kampagne „Kauft nicht bei Juden!“ zu Beginn der Judenverfolgung im Nazi- Deutschland. Und an dieser antisemitischen Ausrichtung des Boykotts ändere sich auch nichts, wenn das Bremer Friedensforum darauf hinweise, ihr Boykott werde auch von einigen Juden unterstützt. Dieser Hinweis kann die Initiative nicht legitimieren. Als geradezu unerträglich bezeichnete Robbe außerdem, dass die Verantwortlichen des Bremer Friedensforums offensichtlich aus kirchlichen Kreisen stammen. Der DIG-Präsident: „Die Deutsch-Israelische Gesellschaft fordert alle politischen und kirchlichen Verantwortungsträger in Bremen und darüber hinaus auf, sich unmissverständlich von dem Boykott-Aufruf des Friedensforums zu distanzieren und gleichzeitig für eine sofortige Rücknahme des Aufrufes einzusetzen; alles andere ist für uns indiskutabel!“ [DIG 16-03-2011]

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer vielleicht diese Photo von anderen Deutschen die auch keine Juden mochten:

 

_________________________

Mehr zum Friedensforum und deren antisemitischen Aktionen: 1|2|3|4|5| (2010). Ganz aktuell zu der oben genannten Aktion:  in der Jüdischen Allgemeinen Linke kaufen nicht bei Juden. oder beim Aufmacher1|2.

pic: wiki, bzw. Bundesarchiv.

 

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13 Responses to “`Israel boykottieren´? Der Antisemitismus von ganz links in bester deutscher Tradition.”

  1. B. Gewöllheimer Says:

    Die dachten wohl auch, es wäre originell, Orangen bluten zu lassen. Der einzige Trost für mich ist, dass diese Menschen auch sterblich sind. Und dass es junge Antifaschisten wie Sie gibt, die es besser wissen.

  2. Carsten Says:

    Der boykottaufruf hat nichts mit antisemitismus zu tun. Zionisten bringen immer wieder die Shoah zur legitimierung der verbrechen Israels ins spiel. Aber die Nazi-herrschaft ist schon lange vorbei und der antisemitismus-vorwurf macht einfach keinen sinn.

    Ein ernst gemeinter antifaschismus muss sich statt zionistische propaganda zu betreiben vor allem um die umsetzung der wichtigsten lehren aus der deutschen geschichte kümmern:

    Nie wieder krieg!
    Es ist offensichtlich, das Deutschland diese lehre missachtet.

    Keine unterdrückung und verfolgung von menschen wegen ihrer rasse, religion oder überzeugungen!
    Die gruppen, welche heute in Deutschland kollektiv diskriminiert und beschuldigt werden sind vor allem menschen islamischen glaubens. Rassismus ist weit verbreitet unter allen schichten und politischen orientierungen.

  3. partyzionist Says:

    immer dieselbe leier: kein antisemitismus nirgends! und zionisten die bessseren nazis!
    kein wunder dass du nicht verstehst was das problem ist. und wenn du als (vermutlich) deutscher nun meinst es sei genug mit aufarbeitung, dann ist exakt das ewige gebrabbel der täterInnen-kinder um die deutschen zu entlasten.

  4. Marx Says:

    Oha, fünf Sätze unreflektiert rausgeblasener Hass. Daumen hoch. Nicht.

  5. wurst Says:

    davon abgesehen muss die lehre aus der geschichte auch nicht “nie wieder krieg”, sondern “nie wieder auschwitz” heissen. dass deutsche linke sich so schwer tun, das zu begreifen, ist aber wohl auch kein zufall.

  6. partyzionist Says:

    ja, unreflektiert kann ich ganz gut…

  7. umwerfend, was sonst? Says:

    “nie wieder auschwitz”

    der deutsche linke adorno dazu:

    Weiter wäre aufzuklären über die Möglichkeit der Verschiebung dessen, was in Auschwitz sich austobte. Morgen kann eine andere Gruppe drankommen als die Juden, etwa die alten, die ja im 3.Reich gerade eben noch verschont wurden, oder die Intellektuellen, oder einfach abweichende Gruppen. Das Klima – ich deutete darauf hin -, das am meisten solche Auferstehung fördert, ist der wiedererwachende Nationalismus.

    erziehung nach auschwitz

  8. Carsten Says:

    “nie wieder auschwitz”
    Massenvernichtung kann mit verschiedenen mitteln erreicht werden. Heute sind es vor allem hunger, seuchen und kriege, durch welche millionen von menschen umgebracht werden. Natürlich kann mensch auch die heute betriebene massenvernichtung durch den hinweis verharmlosen, es sei ja nicht so schlimm wie die vernichtungslager der Nazis. Aber warum?

    “kein antisemitismus nirgends”
    Antisemitismus gibt es. Aber wer politisch gegen Israel ist, wird dadurch nicht zum Judenhasser, auch wenn die gro&szlig.e mehrheit der israelischen Juden Zionisten sind. Die gleichsetzung von Israel und Juden stimmt einfach nicht.

    “genug mit aufarbeitung”
    keineswegs. nur sollte diese aufarbeitung sich nicht immerzu im kreis drehen.

  9. wurst Says:

    @carsten:
    wer also krieg, hunger(!) und seuchen(!!!) nicht für das gleiche wie den holocaust hält, verharmlost diese. du bist ja wirklich völlig bescheuert.

  10. partyzionist Says:

    danke wurst.

  11. partyzionist Says:

    In Bremen sind ja Friedensforum und Die Linke personell verquickt, nachdem sich ja die Bremer Linke mittlerweile von der Boykottaktion distanziert, gibt es auch einen bundesweiten Aufruf aus der Linkspartei heraus:

    Mitglieder und Sympathisant/innen der Partei DIE LINKE verurteilen den Boykott israelischer Produkte

    Die Bremer Kampagne „Boykottiert Israels Früchte – Rettet das palästinensische Volk“ wurde bereits u.a. von dem renommierten Historiker Julius Schoeps als das entlarvt, was sie ist: Antisemitismus, der an die NS-Parole „Kauft nicht bei Juden“ erinnert.

    Dieser Einschätzung schließen wir uns an.

    Die Deutung der Boykottaktion liegt nicht in der Hoheit des “Bremer Friedensforum”, sondern bei den Betrachter_innen.

    Somit schützt auch die vorab ausgegebene Distanzierung von der NS-Parole “Kauft nicht bei Juden” nicht vor der allzu berechtigten Kritik, an selbige anzuknüpfen.

    Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner halten es zudem für eine irrationale und falsche Forderung des „Bremer Friedensforum“, eine ganze Volkswirtschaft für eine Politik, die man für kritikwürdig hält, in Geiselhaft zu nehmen. Diese Form der polarisierenden Symbolpolitik, wie sie das „Friedensforum Bremen“ praktiziert, schürt gesellschaftlich verbreitete antisemitische Vorurteile durch die Illusion einfacher Lösungen und einseitiger Schuldzuweisungen an den Staat der Holocaust-Überlebenden. Wir distanzieren uns von den, sich als Linke verstehenden, Protagonist/innen derartiger Boykottaktionen nicht nur in Bremen und erwarten eine eindeutige und deutliche Positionierung des Landesverbandes DIE LINKE Bremen sowie der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft.

    via: bak shalom
    Na endlich kommt da mal Bewegung rein.

  12. wurst Says:

    @partyzionist
    was soll da groß passieren? die bremer linkspartei hat sich noch immer hinter ihren kooperationspartnern versteckt und eigene verantwortung abgestritten. abgesehen davon steht für die sowieso fest, dass es sich bei bak shalom oder jedwedem anderen kritiker um geheimdienstprodukte handelt, da wird auch jetzt nichts anderes rauskommen.
    aufklärung hat ihre grenzen und die linkspartei steht auch als gesamtes weit jenseits davon, daran wird sich nichts ändern.

  13. partyzionist Says:

    @wurst: immer wieder: optimismus vs pessimismus… und wahrscheinlich hast du (dann im nachhinein betrachtet) wieder mal recht.

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