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Nachschläge: Der Antisemitismusvorwurf ist eine ideologische Waffe, sprach der Antisemit.

Da entwickelt sich die Veranstaltung “Antisemitismusvorwurf als ideologische Waffe” vom 9.4.13 in der Bremer Villa Ichon nun zum nächsten PR-Gau für die Bremer Linke…

(Der ganze Artikel)

| la revue | 

* Adopt a Revolution und die HBS organisieren gemeinsam die Veranstaltungstour ‘Syrien aktuell – Frauen in der Syrischen Revolution’. In Bremen ist die Tour zu Gast am 10-4-13 um 19h in der Plantage 13.

In der syrischen Revolution übernehmen Frauen viele einflussreiche Positionen. Sei es als Sprecherinnen von Aktivist-Innen-Netzwerken, beim Schreiben für Untergrundzeitungen, dem Organisieren des zivilen Lebens oder der Vorbereitung von Demonstrationen. Doch mit der militärischen Eskalation des Konflikts gehören Frauen – wie immer in bewaffneten Konflikten – zu den Hauptleidtragenden: Als Opfer sexualisierter Gewalt genauso, wie in ihrer traditionellen Rolle, die die Versorgung der Familie, die Pflege von Verletzten und sonstige Reproduktionstätigkeiten vorsieht. Insbesondere mit dem Aufkommen radikal-islamistischer Brigaden, steht in manchen Gebieten die verhältnismäßig emanzipierte Rolle von Frauen zur Disposition.

Die syrischen Aktivistinnen Rula Asad bzw. Hervin Ose berichten über die Rolle der Frau in der Revolution und stellen gemeinsam mit Alan Hassaf Hintergrund und Verlauf des Aufstands vor. Im Anschluss diskutieren wir mit dem Publikum über die bevorstehenden Veränderungen in Syrien und die Möglichkeiten von Solidaritätsarbeit hier. (Aus dem Aufruf zur Tour.)

Bei adoptarevoution gibt es alle weiteren Daten und Infos der Versanstaltungsreihe.

* Das Buch ‘Unerwünscht – Drei Brüder aus dem Iran erzählen ihre deutsche Geschichte.’ soll ja ganz toll sein.  In Bremen gibt es demnächst eine Lesung mit den Autoren Mojtaba Sadinam und Massoud Sadinam: 12-04-13 | 19h |  Villa Ichon. Infos

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* Zur Veranstaltungsreihe Kunst Spektakel Revolution ist die mittlerweile dritte Broschüre erschienen. Alles weitere dazu…

*Für alle q-geflashten gibt es eine Fortsetzung: Der BämBäm-Tresen im Bremer ZAKK am 6-4-13. (Btw: Beim Q-flash gab es einen Workshop zu queerer Kritik am Begriff des sogenannten ‘Pinkwashing’. Zu der Thematik sei von mir der sehr informative Text Pinkwashing-Israels “schwuler Propagandakrieg”*von Nina Rabuza empfohlen.)

* Vor kurzem habe ich einen der Macher von verbrochenes.net kennengelernt und dabei noch einmal auf deren Fotoblog aufmerksam gemacht worden. Sehenwert.

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*Musik: Tapete hat mit Lena Stoehrfaktor ein neues Album rausgebracht, wie gewohnt for free hier, mir persönlich etwas zu düster. Etwas flotter geht’s bei Radical Hype zur Sache, das neue Album gibt es hier gratis. Frage mich nur warum die ständig zusammen mit Holger Burner auftreten, egal. Heute Abend spielen RH bei `beatz against borders’ im SWH in Bremen.

Anarchisten, aber trotzdem sehr sympathisch: Kurzer Prozess.

Ach: Wer kennt diese Sample?

 

Other People’s Problems | The Dropout Patrol


via:
Abenteuer und Freiheit

Rassismus zahlt sich aus in Deutschland.

Und so bleiben die Deutschen schön unter sich:

Der Landkreis Harburg wird nun doch keine Flüchtlinge im Örtchen Undeloh unterbringen. Die Betreibergesellschaft ist ausgestiegen: In der Gemeinde fehle die Grundakzeptanz. (taz)

Die fehlende Grundakzeptanz äußert sich in der Provinz so:

Der Gemeinderat Undeloh hat gegen eine Flüchtlingsunterkunft in seinem Dorf gestimmt. Flüchtlinge würden rumgammeln und Besucher vergraulen. (taz)

Der Antisemitismusvorwurf ist eine ideologische Waffe, sprach der Antisemit.

Am 9.4 findet in Bremen in der Villa Ichon folgender Vortrag statt:

Antisemitismusvorwurf als ideologische Waffe

Der moderne Antisemitismus ist eine Ideologie. Die Auswirkungen dieser Form von falschem Bewusstsein haben in dem von Deutschen begangenen Holocaust Millionen Menschen das Leben gekostet. Diese Tatsache ist unbestreitbar. Der rassistische Antisemitismus findet sich heute noch in Neonazi-Kreisen und bei anderen Rechtsradikalen. Die Entlarvung, Ächtung und Bekämpfung des Antisemitismus ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit.

Seit einiger Zeit allerdings wird von Neokonservativen, Neuen Rechten, aber auch von moderateren Vertretern neoliberaler Politik und von etablierten Medien behauptet, dass der Antisemitismus in der Linken und Friedensbewegung in Gestalt eines „neuen“ „strukturellen“ oder „sekundären“ Antisemitismus fortbestehe. Dieser Vorwurf stellt nicht nur jede Opposition gegenüber Israels Politik, sondern auch jede linke Kapitalismuskritik unter den Generalverdacht des Antisemitismus.

Eine ideologiekritische Analyse ergibt, dass diese Antisemitismus-„Theorie“ unwissenschaftlich, demagogisch und antiemanzipatorisch ist. Damit versuchen die Propagandisten neoliberaler Expansion, neuer imperialistischer Kriege und des israelischen Besatzungsregimes in den palästinensischen Gebieten (inklusive permanenter Verstöße gegen das Völkerrecht), Kritiker mundtot zu machen. Der Antisemitismus-Vorwurf dient also als Instrument,  um notwendige (friedenspolitische) Debatten zu ersticken – eine Entwicklung, die demokratiefeindlich ist und totalitäre Züge trägt.

(Aus der Veranstaltungsankündigung.)

Den Vortrag hält Susann Witt-Stahl (Journalistin und theoretischer Arm der Schlägertruppen aus der Hamburger B5), diskutiert wird anschließend auf dem Podium mit Prof. Dr. Rudolph Bauer und Arn Strohmeyer. Der Autor Strohmeyer ist  bekannt aus dem Umfeld der Bremer Linken und des Friedensforums. Jenes Forum forderte öffentlichkeitswirksam zum Israelboykott auf und wurde dafür ja schon hinreichend kritisiert. Zum Themenkomplex der Veranstaltung äußerte sich der Autor seinerzeit im Papier “Verwirrung der Begriffe”:

Der Antizionismus ist also (wenn er denn seriös argumentiert) eine rationale, sich aus ethisch-moralischen, menschen- und völkerrechtlichen Gründen speisende Kritik an Israels kolonialistischer Politik gegenüber den Palästinensern – also etwas völlig anderes als Antisemitismus. Viele Antizionisten, die durchaus Sympathien für Israel haben, sind der Meinung, dass diese Unterdrückungspolitik sich auch auf Israels Zukunft nur verhängnisvoll auswirken wird. Wenn man diese Unterschiede zwischen Israel-Kritik, Antizionismus und Antisemitismus nicht auseinanderhält bzw. mit klarer politischer Absicht auch gar nicht auseinanderhalten will, kommt man natürlich zu krassen Fehlurteilen, die – wenn man sie dem politischen Gegner anhängt – äußerst diskriminierenden, ja vernichtenden Charakter haben können und auch sollen. Denn es kommt ein neues Moment hinzu, das die Auseinandersetzung verschärft. Die Zionisten und ihre Anhänger haben den Begriff Antisemitismus völlig neu definiert. (Verwirrung der Begriffe )

Zu den Veranstalter_innen gehören Gesprächskreis Nahost, Nordbremer Bürger gegen den Krieg , Antikapitalistische Linke (AKL) und diverse andere Gruppen. Eben jene Organisationen gerieten immer wieder in den Fokus wenn es um Antisemitismus von links in dieser Stadt ging.

Vermutlich wird der Abend eine ziemlich einhellige Nummer. Und der kleinste gemeinsame Nenner von Referentin, Diskutanten und Veranstalter_innen  ist wohl dieser: Es gibt keinen linken Antisemitismus. Hoffentlich gibt es wenigstens Unmut von den Zuhörenden. Aber da helfen in solchen Kreisen ja gerne ein paar Kopfnüsse.

Bleibt zu hoffen dass diese Veranstaltung so nicht stattfinden wird!

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Theorie zum Thema : Israelkritik und Antisemitismus von links von Daniel Meißner bei rechtsklick. Ebenso die Radioreihe Antisemitismus von links der Redaktion 3.

Aus der anscheinend ewigen Notwendigkeit heraus hier noch der Link zum  Bremer Bündnis gegen Antisemitismus.

 

 

 

Es gibt keine Polizeigewalt! #2

Stell Dir vor Du wirst von den Cops vermöbelt, das nicht zu knapp, Du erstattest Anzeige und verurteilt werden nicht die prügelnden ‘Gesetzeshüter’, nein weil Polizeigewalt gibt es in diesem Staat ja nicht, sondern Du. Das ebenfalls nicht zu knapp, nur ganz nebenbei wir sprechen hier von 100 Tagessätzen. Damit bist Du vorbestraft. Als wäre der Horror damit nicht schon perfekt, legt neben Dir auch noch die Staatsanwaltschaft Berufung ein weil das Strafmaß ganz klar zu gering sei.
Joke? Nein, Realität für eine queere Aktivist_in aus Bremen. Der Übergriff der Cops geschah so im Zuge eines Kiss-Inns 2008 während der Proteste gegen das Christival in der Hansestadt,  jenes homophobe und sexistische Treffen von Fundamentalchrist_innen.
So weit, so schlecht, im April starten nun die weiteren Prozesse gegen eben jene Aktivist_in und es gibt Befürchtungen dass das Urteil in diesem Falle nicht milder ausfallen wird…
Menschen die dazu weiter sich informieren oder aktiv werden wollen: Alles wichtige findet Ihr hier.
In diesem Sinne halten wir es mit Team Dresh: Hate the Cristian Right!

Wer ist schuld? Der Jude, na klar… [taz]

In der taz wir momentan über einen Israelboykott diskutiert. Eigentlich war die taz ja in Bezug auf Israel mittlerweile ganz erträglich. Dass nun das alte Ressentiment gegen Israel wieder debattierfähig wird stimmt doch eher bedenklich:

Der Nahostkonflikt ist zudem keine interne Angelegenheit und hat weitgehende internationale Implikationen: Politisch ist er ein wichtiger Faktor für weitere Radikalisierung in der arabischen und muslimischen Welt; rechtlich stellt Israels Politik einen massiven Bruch mit dem Völkerrecht dar, einem Hauptbaustein der internationalen Friedens- und Ordnungspolitik.

Leider ist die israelische Gesellschaft anscheinend nicht in der Lage, eine andere Politik einzuschlagen.

(Tsafir Cohen, Nahostreferent medico international der Debatte “Pro & Contra Israel-Warenboykott. Soll Deutschland Druck ausüben?“)

pic: Helga Tawil Suori