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Eine Filmreihe gegen Rechts! [Bremen]

Im Zuge der Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch in Bremen zeigt das `Kino in Bewegung´  eine Filmreihe welche die Ideologie der Nazis inhaltlich cineastisch umkreist. Gezeigt werden:

Das Braune Chamäleon | Vorsicht Nazi! | Draußen bleiben | heim[AT] | |Return of the tüdelband |

Die Freiheit des Erzählens. Das Leben des Gad Beck. | Wir müssen das erzählen!

Hier schon mal die Trailer zweier Filme der Kinoreihe:

Kino in Bewegung. Eine Filmreihe gegen Rechts! | 3.April – 8.Mai 2011 | Cinema Ostertor Bremen |

Hin da!

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und die Bremer Mobiseite Keinen Meter.

Die Revolutionen in Nordafrika.

Vom Jungle World-Autoren Bernhard Schmid gibt es einen ziemlich guten Vortrag über die ´Revolutionen in Nordafrika´ [Teil 1|2|3] beim Recherchejournal zum Aufstand als Audiomitschnitt.
Am 09-04-11 referiert Schmid noch einmal zum Thema in Hannover [Fast Forward] und Hamburg [KriPo].
Anhören! Hingehen!

`Israel boykottieren?´: So findet man Freunde…

… gerne auch mal von ganz rechts:

Den alleinigen Boykott von Israels Früchten halten wir übrigens nicht für ausreichend, aber immerhin, es ist ein freundlicher Anfang, denn will man einem Juden wirkliche Schmerzen zufügen, so schlage man nicht auf ihn ein, sondern versaue ihm sein Geschäft. Eine Hand wäscht schließlich die andere. Daher Augen auf, nicht nur beim Früchtekauf! [altermedia, 21-03-10]

Und:

Vorwürfe, die gerade aus diesem berufenem Munde erheiternd klingen, scheint man hier doch offenbar zu vergessen, daß gerade das Instrument des Boykotts eine der beliebtesten jüdischen Maßnahmen ist, um politische Gegner in die Knie zu zwingen, allerdings reagiert man hier – wie schon im Jahre 1933 – äußerst wehleidig, wenn man genötigt wird, einmal von der eigenen Medizin zu kosten, die man nur allzu gern Anderen verabreicht. [altermedia, 21-03-10]

Tja Friedensforum und AK SüdNord, aber mit Naziideologie hat die Aktion vor Bremer Supermärkten nichts zu tun… Und wenn Ihr den Bezug zu 1933-1945 nicht sehen wollt, auf der rechten Seite wurde der klar verstanden und benannt.

Btw: Euer Aufruf zum Boykott wurde von  Altermedia dann gleich noch mitgepostet. Nett, oder?

Wer kämpft da eigentlich gegen Gaddafi?

Die Antwort kommt von ganz unerwarteter Seite, nämlich von meinen anti-imperialistischen FreundInnen des AK SüdNord:

Die sogenannte „Revolution“ in Libyen entpuppte sich rasch als Konterrevolution, unterstützt und geführt von den Marionetten der USA und Europas. [->]

Na denn:

Imperialisten raus aus dem Arabischen Raum!
Keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Libyens!
Rückzug aller westlichen Armeen aus dem arabischen Raum!
Abschaffung der NATO!
Abschaffung des UNO Sicherheitsrates!
Friede und Freiheit für die Völker!
Freiheit für Palästina von Imperialismus und Zionismus! [->]

Gegen den Zionismus kommt ja immer gut… Oder wurde diese Revolte auch von den Zionisten angezettelt? Also die Hintermänner der Hintermänner? Ganz große Verschwörungsnummer…

Und wo wir schon bei massig Forderungen sind, fällt eine mehr nun auch nicht mehr auf: AK SüdNord auflösen!


missing pages [Muslim solidarity with Jews in WWII]

Missing Pages is a nationwide campaign to voice unity with Holocaust Memorial Day. It highlights the untold stories of solidarity, friendship and compassion between Muslims and Jews – stories of hope that are a beacon for our future.

View Photo  Essay
Ein wirklich tolles Geschichts-und Photographieprojekt! –missing pages–>
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[via: pixelganster. the daily designblog! btw, da vorbeischauen lohnt immer.]

`Israel boykottieren´? Der Antisemitismus von ganz links in bester deutscher Tradition.

Die Israel-Boykott-Aktion [1| 2| 3] des Bremer Friedensforums und des AK SüdNord am 11.März 2011 scheint langsam größere Kreise zu ziehen. Nun hat sich die Deutsch-Israelische-Gesellschaft zu Wort gemeldet, die Erklärung sei hier dokumentiert:

Robbe: „Boykott-Aufruf ist dumm und gefährlich“ DIG-Präsident unterstellt Bremer Initiative antisemitische Motive
Berlin. Nachdem das „Bremer Friedensforum“ zu einem Boykott israelischer Produkte aufrief, hat der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe, diese Initiative scharf verurteilt. Gleichzeitig forderte Robbe die Entscheidungsträger in Politik, Kirche und Gesellschaft auf, sich ebenfalls in aller Deutlichkeit für eine Rücknahme des Boykott-Aufrufes einzusetzen. Der Boykott-Aufruf des „Bremer Friedensforums“ sei in gleicher Weise dumm und gefährlich, betonte der DIG-Präsident in einer Stellungnahme. Dumm deshalb, weil die Begründung des Boykott-Aufrufes, nämlich „die Besetzung des palästinensischen Westjordanlandes“ und der daraus angeblich abzuleitende „menschenrechtswidrige Export von israelischen Produkten aus den besetzten Gebieten“ sei an den Haaren herbeigezogen und geradezu abenteuerlich. Der Export von Waren aus den palästinensischen Autonomiegebieten, insbesondere die Ausfuhr von Südfrüchten, sichere dort viele Arbeitsplätze. Diese würden durch den Boykott akut gefährdet.
Was jedoch wesentlich schwerer wiege, sei die Tatsache, so der DIG-Präsident weiter – dass mit diesem Boykott-Aufruf primitive antisemitische Gefühle in Deutschland bedient würden. Der Aufruf erinnere in erschreckender Weise an die Nazi-Kampagne „Kauft nicht bei Juden!“ zu Beginn der Judenverfolgung im Nazi- Deutschland. Und an dieser antisemitischen Ausrichtung des Boykotts ändere sich auch nichts, wenn das Bremer Friedensforum darauf hinweise, ihr Boykott werde auch von einigen Juden unterstützt. Dieser Hinweis kann die Initiative nicht legitimieren. Als geradezu unerträglich bezeichnete Robbe außerdem, dass die Verantwortlichen des Bremer Friedensforums offensichtlich aus kirchlichen Kreisen stammen. Der DIG-Präsident: „Die Deutsch-Israelische Gesellschaft fordert alle politischen und kirchlichen Verantwortungsträger in Bremen und darüber hinaus auf, sich unmissverständlich von dem Boykott-Aufruf des Friedensforums zu distanzieren und gleichzeitig für eine sofortige Rücknahme des Aufrufes einzusetzen; alles andere ist für uns indiskutabel!“ [DIG 16-03-2011]

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer vielleicht diese Photo von anderen Deutschen die auch keine Juden mochten:

 

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Mehr zum Friedensforum und deren antisemitischen Aktionen: 1|2|3|4|5| (2010). Ganz aktuell zu der oben genannten Aktion:  in der Jüdischen Allgemeinen Linke kaufen nicht bei Juden. oder beim Aufmacher1|2.

pic: wiki, bzw. Bundesarchiv.

 

Ist der Aufstand in Libyien schon bald Geschichte?

Es sieht nicht gut aus… Man will sich gar nicht ausmalen wie sich das  System für diesen Aufstand bedanken wird. Aber wie sagte eine libysche Aktivistin jüngst: “Nachdem wir angefangen hatten gab es für uns keinen Weg mehr zurück!”  Hoffentlich können die RebellInnen das Blatt noch wenden. Free Libya!

pic: aljaazeraenglish

 

Was ist schon ein Holocaust?

Nichts, Relativierung ist alles…

Cover der Special Edition #1  des Gazelle Magazin.

[Darin kann denn auch das T-Shirt für 20€ erworben werden...Omg!]

Street Art Tour Jerusalem

sound: Eprhyme | via: shemspeed

Uups, I was aggregated…

…by planet dissi! Na da bin ich ja in guter Gesellschaft. Merci.

 

 

Battle in Seattle [Film]

Der Film “Battle in Seattle” aus dem Jahr 2007, das Erstlingswerk des Regisseurs Stuart  Townsend, ist seinerzeit irgendwie  an mir vorbeigegangen.
Der Film beschreibt die Tage des Protests gegen das WTO-Treffen 1999 in Seattle. Die Demonstrationen waren der weltweite Startschuss für die `NoGlobals´. Der Film mischt Spiel und Realität: Die Stories einiger ´fiktiver´ Protagonist_innen der Bewegung soll stellvertretend jene  von vielen Beteiligten der Proteste erzählen. Unterlegt wird die Story immer wieder mit Aufnahmen des ´realen´ Battle.
Der Film beschreibt drei Tage welche mittlerweile schon zur Geschichte geworden sind. Er erzählt von einem  großen Moment des Aufbruchs. Allerdings  schrammt er dabei, nicht ganz unerwartet, gelegentlich die Grenze zum Pathos, speziell in den Geschichten der Darsteller_innen. Im Ganzen kommt “Battle of Seattle” allerdings extrem kurzweilig daher und ist allein schon aus Geschichtsgründen unbedingt sehenswert.

Btw: Mittendrin im “Battle” Jennifer Carpenter, sie dürfte ja bekannt sein als Dexters Schwester Debra Morgan. Mein heimlicher Star der Serie… Und ganz großartig der Song aus dem Abspann `signs´!
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Mehr zu den NoGlobals:
*Notes from Nowhere (Hg.): Wir sind überall. weltweit.unwiderstehlich.antikapitalistisch. [Nautilus-Verlag 2007] -> Das Buch vermittelt doch ganz gut den Eventcharakter der Proteste, was ja auch was für sich hat.

*AStA der Geschwister-Scholl-Universität München [Hg.): Spiel ohne Grenzen - Zu- und Gegenstand der Antiglobalisierungsbewegung. [Verbrecher Verlag 2004] -> Betrachtet denn alles doch ein wenig kritischer…

*TOP Berlin: Dabeisein ist nicht alles. [Jungle World 2007] ->

 

Jewrovision schlägt Eurovision…

…ganz klar!

</p>

Es gibt keine Polizeigewalt!

Nein, gibt es nicht. Und wer anderes behauptet wird zu 100 Tagessätzen  verknackt. What? Realität in Deutschland 2011: Als vorbestraft gilt nun eine queere Aktivistin aus Bremen, weil sie sich anmaßte polizeiliche Gewalt im Zuge des Chrisivals gegen sie anzuzeigen. ::: Mehr :::

Ach ja: FundamentalchristInnen mobben? Na klar, das nächste mal in Münster!

my mind! my body! my choice!

Bremer Konrad-Adenauer-Stiftung macht mobil gegen antideutschen Rassismus.

Zu lange wurde geduldet, zu lange auf multikulturelle Beschwörungsrituale gesetzt, zu lange die Debatte vermieden und das Problem rhetorisch verbrämt: Es gibt einen Rassismus in sozialen Brennpunkten, der von muslimischen Schüler ausgeht. [Regina Mönch `Rassismus: Das Schweigen der Schulen über Deutschfeindlichkeit]

Nachdem in der Hauptstadt Rassismus gegen Deutsche ja mittlerweile bis ins Unerträgliche herbeidebattiert  wurde, gerät nun auch die Provinz in Angst. Wenn die Hauptstadt schon verloren ist wie geht es denn hier weiter?  Nach der NPD Niederbayern will nun endlich auch die Bremer  Konrad-Adenauer-Stiftung in den Kampf ziehen. Die FAZ-Redakteurin Regina Mönch wurde von der KAS eingeladen um am 14. Februar eine Podiumsdiskussion über die `Deutschfeindlichkeit an Schulen´ anhand eines Inputreferats  einzuleiten [*1]. Es ist interessant sich die Thesen dieser Journalistin ein wenig genauer anzusehen.

Laut Mönch ist eigentlich der Titel der Veranstaltung ja schon irre führend: der Begriff `Deutschfeindlichkeit´ verniedlicht den  Rassismus den die Deutschen tagtäglich zu Tausenden in diesem Land ertragen müssen. Ein Beispiel ist jenes des kleinen deutschen Christoph:

Als Christoph ein kleiner Junge war, wusste er sehr genau, was zu tun sei. Tauchten am Ende einer Straße türkische und arabische Nachbarjungen auf: mindestens die Straßenseite wechseln, am besten einen Umweg nehmen. Es hat nicht immer geklappt, dann gab es Prügel und Beleidigungen. Er war eben das ideale Opfer, ein deutsches Kind, Angehöriger einer Minderheit im Kiez, noch dazu allein. Das ist fast zwanzig Jahre her.

Eine Schule des Lebens nennt der junge Mann heute sarkastisch diese ungemütlichen, angstbesetzten Heimwege. Sie habe ihn früh resistent gemacht gegen multikulturelle Beschwörungsrituale, öffentlichen Beistand habe er nie erwartet, weil die Erwachsenen ja dazu schwiegen; wohl aus Furcht, glaubt er, in die Rechtsradikalenecke gestellt zu werden oder als Ausländerfeind zu gelten.  [Regina Mönch `Rassismus: Das Schweigen der Schulen über Deutschfeindlichkeit]

Das ist natürlich ganz schrecklich. Und wenn der, die Deutsche, “die bedrängte Minderheit (R.Mönch)”,  sich wehrt ist er/sie wieder der Nazi. Aber zum Glück gibt es mutige Menschen (wahlweise aufrechte Deutsche) wie Mönch (neben NPD, Bild, Sarrazin),  die endlich das Schweigen brechen. Und sie ist sogar so mutig die `intoleranten Muslime´als TäterInnen zu benennen. Um mit Mönch zu reden: die  “muslimischen Herren der Straße und der Schulhöfe”. Der Muslim als neue ´Herrenrasse´.

Und nach der deutschen Gastfreundschaft sind die Muslime auch noch undankbar:

Denn die Verachtung, die viele muslimische Einwanderer der Gesellschaft entgegenbringen, die sie aufgenommen hat, ist das eigentliche Problem. [Regina Mönch `Rassismus: Das Schweigen der Schulen über Deutschfeindlichkeit]

Wie auch immer: die Deutschen wie gewohnt als Opfer. Die Geschichte der Unterdrückung  und Demütigung der Deutschen ist ja bekanntlich eine lange. Nach Versaille,  Besatzung und Bevormundung der Alliierten und Entschädigungen, nun geschmäht von den Moslems im eigenen Lande. Wie schön, dass so denn gar nicht mehr über eigene Schuld oder den Rassismus der Mehrheitsgesellschaft geredet werden muss.

Das Rumgeopfere der KAS und der Fr. Mönch kann sich angetan werden im Theater Bremen, Goetheplatz 1-3, 19h.

Scheisskartoffeln…

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[*1] Angefragt für das Podium ist noch eine Vertreterin der Bremer Grünen.

Game over [pic of the day]

Egypt today.

***pic: monasosh, thx.